Montag, 30. Mai 2011

Kaltfront bringt Regen und Abkühlung

Termen Montagabend 23h00,

Feuchtere Luft aus dem Südwesten beeinflusst zunehmend das Wetter in der Schweiz  und Wallis. Schon am Nachmittag und Abend entwickelten sich in westlichen Wallis erste gewittrige Schauer die im Moment auch das Berner Oberland beeinflüssen, ortlich geht es heftig zur Sache und kann lokal viel Niederschlag fallen.

Radar Schweiz  Heuteabend 22h00 (Klick auf Bild für Animation)





In der Nacht und Morgen Dienstag nimmt unter Einfluss von eine Kaltfront die Niederschlagsneigung weiter zu und lokal muss mit kräftige Gewitter und Regen(schauer) gerechnet werden. Während Gewitter und Kaltfrontpassage nimmt  der Wind stark zu. Am Mittwoch beeinflusst ein Höhentief  unser Wetter.Erneut kommt er zu teils kräftige Gewitter und Regenschauer.  Am Donnerstag beruhigt sich unter zunemender Hocheinfluss das Wetter in der Schweiz und in Wallis. Es wird trocken und die Temperaturen steigen wieder an.

Lokal viel Niederschlag möglich.
 Die Modelle rechnen in den kommenden 48 Stunden mit viel Niederschlag, in den westlichen Alpen und Wallis  ist 30 bis 50 mm warscheinlich,  lokal auch noch mehr. ECMOS berechnet von Dienstagmittag bis Mittwochnachmittag fürs Oberwallis (Visp-Brig-Fiesch)  25 bis 35 mm.  Die Schneefallgrenze sinkt bis Mittwoch auf  2000 bis 1600 Meter. Unterstehend die Niederschlagvorhersage von resp. COSMO, GFS und ECMWF. 

COSMO-7  bis Mittwochabend


ECMWF (EC12) kommende 96H


GFS (GFS12 kommende) 96H

Sonntag, 15. Mai 2011

Regen blieb wieder aus

Sonntagmorgen 11h00,



 Obwohl die Wetterkarten in Sache Niederschläge in den letzten Tagen viel versprechend waren blieb auch diesmal der Regen in Oberwallis aus. Freitagabend entwickelten sich über den südlichen walliser Alpen so wie auch in das Tessin kräftige Regen und Gewitterschauer. Eine Gewitterzelle zog in nordöstlicher Richtung,  die andere dann östlich an das  Oberwallis vorbei. Teils vielen dabei 30 bis 55 mm Niederschlag.

Gewitterzelle zog am Freitagabend  über Mittelwallis via den Alpen Richtung Thun und gab lokal in kurzer zeit viel Niederschlag 



Eine Kaltfront aus dem Nordwesten welcher Gesternnachmittag und am Abend über die Schweiz zog gab zwar einen Temperatursturz,  Niederschlag blieb aber auch diesmal in Oberwallis aus. Abgesehen von ein paar Tropfen blieb es sogar meist trocken. Bei mir in der Wetterstation konnte ich Heute Morgen 0.4 mm Niederschlag registrieren. Meister Niederschlag viel Gestern in Langnau im Emmental (650m)  34 mm und in den letzten 12 Stunden in Gebiet vom Gr. St Bernard wo bis 40 mm runter kamen.

Vor allem in Nordstau der Alpen gab es Niederschlag, Schnee viel lokal bis 1200 Meter. Auf dem Grimsel lagen Heutemorgen 5 cm Schnee.  


Wintereinbruch in ua. Radons, Graubünden (1870m)





Zwar hat sich über den Golf von Genua ein Tief gebildet, dieses ist aber für die Schweiz kaum Wetterwirksam (Karte) . Mit eine auf  Nordwest gedrehte  Höhenströmung trocknet die Luft jetzt mehr und mehr ab und es bleibt in Oberwallis meist trocken. In den Berner Alpen sind vereinzelt noch ein paar Tropfen oder Flocken möglich. Die Nulgradgrenze  liegt aktuell zwischen 1700 und 1800 Meter. Der Wind ist Heute prominent anwesend und fürs Gefühl ist es kalt.



 

In den nächsten Tagen liegen wir meist unter (schwachem) Hochdruckeinfluss, die Temperaturen steigen wieder an. Es bleibt, abgesehen von lokale Schauer die sich im Tagesgang entwickeln können meist trocken.
Auch langfristig sieht es nicht danach aus dem die Trockenheit in Oberwallis beendet wird.

ECMWF ensembles   T850 hPa (circa 1500 meter) Oberwallis für die nächste 10 Tage
 

Sonntag, 8. Mai 2011

Umstellung der Grosswetterlage in Sicht

Termen Sontagmorgen  11h00,

Vorläufig bestimmt nach wie vor  hohes Geopotential das Wettergeschehen in grosse Teile von Europa  und damit bleibt das warme und meist trockene Wetter uns erhalten. Abgesehen von lokale Gewitter die sich vor allem ab Dienstag während dem Tagesgang in etwas feuchtere Luft entwickeln können bleibt es trocken und sommerlich warm.

Ende der Trockenheit in Sicht ?
Gegen Ende der Woche und am Wochenende sehen wir  auf den Karten eine markante Umstellung der Grosswetterlage. Das hohe Geopotential zieht sich mehr und mehr auf den Atlantik zurück und damit kommt der Weg frei für Störungen die aus dem Norden bis zum Mittelmeer vordringen . Sonntag den 16 Mai sehen wir ein massiver Trogvorstoss bis zum Mittelmeer. Dabei kommt es in der Golf von Genua zur Zyklogenese. Nachfolgend zieht das Genuatief via den östlichen Alpen in Nordostlicher Richtung (Vb-lage).

Genuazyklogenese Sonntag 15 Mai



Diese Entwicklung sowie sie ua. vom europäischen Modell ECMWF simuliert wird könnte dann endlich ein Ende machen an das schon seit Januar persistierende Niederschlagsdefezit.

Niederschlagsumme  bis Montag 16 Mai








 

Freitag, 8. April 2011

Sommerlich Warm und Grosse Trockenheit

Sommertemperaturen im April


Statt der bekannten wechselhaften Witterung brachte der April bisher sommerliche Verhältnisse. Mit der ungewöhnlichen Wärme setzt sich auch die seit Januar anhaltende ausgeprägte Trockenheit fort.

Webcam Oberwallis, Bürchen 1500M


Sommertage mit einer Temperatur von 25 Grad oder mehr auf der Alpennordseite sind im Jahresabschnitt bis zum 10. April selten. Am gestrigen 7. April 2011 stiegen die Temperaturen dank warmer subtropischer Luftmassen in der Schweiz recht verbreitet auf oder über diese Sommermarke. Dabei war es nicht nur im Flachland, sondern auch in höheren Lagen seit Messbeginn noch nie so früh im Jahr so warm. Dies belegen die langen, bis ins 19. Jahrhundert zurückreichenden Messreihen von MeteoSchweiz.

Auf der Alpennordseite ist Basel mit dem Tagesmaximum von 26.0 Grad der Spitzenreiter. Der bisherige Maximalwert vom 4. April 1985 lag hier bei 25.2 Grad. In Neuchâtel stieg die Temperatur gestern auf 25.2 Grad. Am 3. April 1899 wurde hier das bisherige Maximum von 23.4 Grad verzeichnet. Die Messstation Davos auf 1590 m ü.M. lieferte am gestrigen 7. April einen Höchstwert von 19.0 Grad, was hier seit Messbeginn 1876 noch nie so früh im Jahr vorgekommen ist. Der nächsttiefere Wert von 18.0 Grad stammt vom 29. März 1890.

Auch früher schon Sommertage im März und Anfangs April

Auch wenn sie grundsätzlich selten sind, traten Sommertage auch in früheren Zeiten hin und wieder ungewöhnlich früh im Jahr auf. So wurde der Wert von 25.2 Grad am 29. März 1920 in Luzern und am 30. März 1989 in Basel erreicht. In Genf stieg die Temperatur am 8. April 1961 auf 25.8 Grad und am 01. April 1935 auf 25.1 Grad.

Station Rang 1 Rang 2
Basel 26.0 Grad (7.4.2011) 25.2 Grad (4.4.1985)
Bern 24.0 Grad(7.4.2011) 22.7 Grad (22.3.1990)
Zürich 24.7 Grad (6.4.1961) 24.4 Grad (7.4.2011)
Lugano 27.3 Grad (31.3.2005) * 26.7 Grad (20.3.2002)
Genève 25.8 Grad (8.4.1961) 25.1 Grad (10.4.1935)
Davos 19.0 Grad (7.4.2011) 18.0 Grad (29.3.1890)
Luzern 25.2 Grad (29.3.1920) 25.1 Grad (7.4.2011)
Neuchâtel 25.2 Grad (7.4.2011) 23.4 Grad (3.4.1899)
Samedan 19.1 Grad (7.4.2011) 15.6 Grad (10.4.1939)

* In Lugano wird heute, am 8.4.2011, dieser Rekordwert sicher gebrochen.

Grosse Trockenheit seit Jahresbeginn

Die oft hochdruckbestimmte Witterung seit Jahresbeginn führte zu einer ausgeprägten Trockenheit. Bis in die ersten Apriltage brachte das Jahr 2011 im gesamtschweizerischen Mittel nur rund 45 Prozent der sonst üblichen Niederschlagsmengen. Ähnlich trocken war es in der Schweiz für die Periode vom Januar bis in die ersten Apriltage letztmals in den Jahren 1993 und 1976. An den Messstandorten Engelberg und Segl-Maria handelt es sich um die dritt trockenste Periode seit Messbeginn 1864.

Bis Dienstag "sommerlich"
Bis übers Wochenende bleibt es sonnig und trocken, die Gipfel sind bei guter Fernsicht wolkenfrei. Kräftige Bise (Hochjura) und starker Nordwind (Alpenkamm) lassen am Sonntag nach. Erst auf Dienstag sind im Norden dichtere Wolken zu erwarten.


Quelle MeteoSchweiz  08. April 2011 / Stephan Bader, Thomas Schlegel

Freitag, 1. April 2011

Frühsommerlich warmes Wochenende

Frühlingserwachen am ersten Aprilwochenende 2011


Kommenden Samstag und Sonntag (2./3. April) werden wir mit sonnigem und warmem Frühlingswetter verwöhnt. Im Mittelland dürfte da und dort sogar ein Sommertag eintreten, die Nullgradgrenze steigt gegen 3500 Meter, was für Anfang April recht selten ist.
Also optimale Verhältnisse für Spaziergänge in der erwachenden Natur!

Blühender Kirschbaum, Foto: Regula Gehrig
Bild 1: Blühender Kirschbaum, Foto: Regula Gehrig
gross.jpg, 1.5 MB

Stabiles Hochdruckwetter pünktlich auf das Wochenende

Am Freitag, 1. April - ohne Scherz - dehnt sich ein kräftiges Hoch von Südwesteuropa bis zum Alpenraum aus. Es wandert bis am Sonntag, 3. April langsam weiter nach Osten, baut sich zwar über der Schweiz langsam ab, bleibt aber bis am Sonntagabend im ganzen Land wetterbestimmend.

Bodenluftdruckkarte mit Temperaturen am Samstag, 2. April, 14 Uhr
Bild 2: Bodenluftdruckkarte mit Temperaturen am Samstag, 2. April, 14 Uhr: hoher Luftdruck vom westlichen Mittelmeer bis nach Russland, Tiefdruckwetter über Nordwesteuropa und dem östlichen Mittelmeer. Gut zu erkennen die Warmluftzunge, welche sich von Spanien bis nach Osteuropa erstreckt.
gross.png, 357 KB

Ausserordentlich hohe Temperaturen

Am Samstag und Sonntag werden für die Jahreszeit ausserordentlich hohe Temperaturen erwartet. Da und dort dürften sogar erstmals in diesem Jahr 25 Grad erreicht werden, was als Sommertag bezeichnet wird.
Ein Sommertag bis Anfang April (1. Dekade) ist für die Alpennordseite sehr aussergewöhnlich und wurde in den letzten 50 Jahren an vielen Orten noch nie gemessen.

Messstation Höhe über Meer bisheriger Rekordwert Datum
Basel 316 m 25.2 Grad   4.4.1985
30.3.1989
Zürichberg 556 m 24.7 Grad   6.4.1961
Bern 553 m 22.7 Grad 22.3.1990
Davos 1594 m 16.1 Grad 24.3.2001
Säntis 2502 m 10.2 Grad 29.2.1960

Bleibt das sonnige und warme Frühlingswetter erhalten?

Am Montag, 4. April überquert eine Kaltfront die Schweiz und bringt einen spürbaren Temperaturrückgang. Die mancherorts herrschende Trockenheit bleibt bestehen, denn es werden keine grösseren Niederschlagsmengen erwartet.
Im Laufe des Dienstags, 5. April dehnt sich erneut ein Hoch von Westeuropa zu uns aus, sodass in der Folge wieder mit frühlingshaften Verhältnissen gerechnet werden darf.

Quelle; MeteoSchweiz

Freitag, 18. März 2011

Nach Kaltfront Wetterbesserung

Termen Freitagabend

 Allgemeines

Am Freitag war es im Wallis und im Süden meist, am westlichen Alpennordhang zunehmend sonnig. In den übrigen Gebieten war es bewölkt mit einzelnen Aufhellungen. Von Mittwoch bis Freitag Morgen fielen von den östlichen Berner Alpen bis nach Liechtenstein, in Nordbünden, im nördlichen Unterengadin, im Oberengadin, sowie am Alpenhauptkamm vom Grossen St. Bernhard bis ins Gotthardgebiet 20 bis 40 cm, sonst 10 bis 20 cm Schnee. Die Mittagstemperaturen auf 2000 m lagen am Freitag bei null Grad im Westen und Süden und minus 2 Grad im Osten. Der Wind wehte im Westen schwach bis mässig, im Süden und im Osten mässig bis stark aus nördlichen Richtungen.


Webcam Grächen Heutemittag


 

Kurzfristige Entwicklung

In der Nacht auf Samstag setzt Schneefall ein. Tagsüber ist es meist stark bewölkt. Südlich des Alpenhauptkammes hellt es im Tagesverlauf zunehmend auf. Bis Samstag Abend fallen oberhalb von rund 1500 m am Alpennordhang 10 bis 20 cm, im Wallis und in Graubünden 5 bis 10 cm Schnee. Die Mittagstemperaturen auf 2000 m liegen im Norden bei minus 4 Grad, im Süden bei minus 1 Grad. Der Nordwind weht schwach bis mässig und frischt am Nachmittag auf.

Aussichten bis Mittwoch

Ab Sonntag bestimmt ein Hoch mit Zentrum über England das Wetter in den Alpen

 

Alpennordseite und Wallis

Von Sonntag bis Mittwoch sonnig. Am Sonntag erst noch einige Hochnebel- und Wolkenfelder. Mit mässiger Bise eher kühl: In den Nächten wieder frostig mit -5 bis -1 Grad, tagsüber um 8 Grad. Ab Dienstag um 12 Grad. Im Wallis milder mit rund 15 Grad.

Alpensüdseite und Engadin

Von Sonntag bis Mittwoch weiterhin ziemlich sonnig. Im Tessin und Misox zeitweise Wolkenfelder. Höchstwerte um 15 Grad, allmählich nachlassender Nordföhn. Im Oberengadin um 7 Grad, im Unterengadin 9 bis 12 Grad.





Übrigens wurde es Heutemittag in Ascona 21.5 °C warm. Gleichzeitig betrug die Temperatur auf dem Säntis  - 6 °C (Schneehöhe 375 cm).  

Quelle;  SLF , SFMeteo, MeteoCentrale

Montag, 28. Februar 2011

Februar Witterung

Witterung im Februar 2011


Der Februar zeigte sich mild, ausgesprochen trocken und sonnig. Der Temperaturüberschuss betrug im gesamtschweizerischen Mittel 1.9 Grad und die Niederschlagsmengen erreichten verbreitet nicht einmal die Hälfte der normalen Werte. Stark überdurchschnittlich war die Besonnung vor allem in den zu dieser Jahreszeit oft nebelgeplagten Tieflagen der Alpennordseite.

Bis zur Monatsmitte sonnig und mild

In der ersten Februarhälfte stand der Alpenraum unter beständigem Hochdruckeinfluss. Dabei lag über den Niederungen anfangs noch ein Kaltluftsee. Am 1. Februar erreichten die Höchsttemperaturen unter dem Nebel über dem Mittelland nur -1 bis -4 Grad. Zur gleichen Zeit wurden auf dem Pilatus schon plus 2 Grad, in Grächen 4.5 Grad und in Grono im unteren Misox 11 Grad gemessen. Ab dem 4. Februar wurde aus westlichen Richtungen sehr milde Luft herangeführt. Auch in den tiefen Lagen stiegen die Temperaturen markant an. Vom 5. bis 14. Februar erreichten die Höchstwerte im Mittelland an den meisten Tagen 10 bis 14 Grad, im Zentralwallis und im Rheintal auch mehr. Nachts kühlte es in tiefen Lagen und Talböden aber meist stark ab. Darum wurden hier bis zur Monatsmitte meist nur 0.5 bis 2.5 Grad übernormale Temperaturen registriert. In den Hang- und Gipfellagen betrug der Wärmeüberschuss bis zur Monatsmitte hingegen 4 bis 6 Grad.

Gleichzeitig schien ab dem 4. Februar die Sonne auch im Mittelland nicht selten den ganzen Tag. Vom Genfersee bis zum Bodensee und im Mittel- und Südtessin erreichte die Besonnung bis zur Monatsmitte bereits 110 bis140 Prozent der Sonnenstunden, welche von 1961-90 im Durchschnitt für den ganzen Februar registriert wurden. Das milde Wetter und die fehlenden Niederschläge räumte den Schnee in den tieferen Regionen der Alpen vielerorts ganz weg, führte aber auch in höheren Lagen zu stark unterdurchschnittlichen Schneemengen.

Walliser Südhänge 18.2.2011
Schneefreie Südhänge im Wallis am 18. Februar 2011.
Bildgross.jpg, 263 KB

Abkühlung und vermehrt Niederschläge in der zweiten Monatshälfte

Die zweite Monatshälfte begann mit reichlichen Niederschlägen auf der Alpensüdseite. Während hier anschliessend wieder meist trockenes Wetter herrschte, blieb es im Norden anfangs trotz Wolkenschüben noch niederschlagsarm und relativ mild. Erst ab dem 20. Februar gab es zeitweise Niederschläge von Bedeutung. Zugleich drang vorübergehend kältere Polarluft zu den Alpen vor, so dass am Morgen des 23. Februar im östlichen Mittelland Temperaturen von -6 bis -13 Grad und im Engadin von -20 bis -23 Grad gemessen wurden. Bereits am 25. Februar herrschte indessen wieder Tauwetter. Auf das Monatsende hin ergaben sich markante Temperaturunterschiede zwischen der West- und Ostschweiz. Milde Tagesmaxima von 8 bis 10 Grad in der Region Genf standen solchen von 4 bis 6 Grad in der Bodenseeregion gegenüber. Der 27. brachte vor allem entlang des Alpennordhangs grössere Niederschlagsmengen, zum Teil als Schnee bis 600 m hinunter.

Monatsbilanz

Der Februar 2011 war deutlich wärmer als im Mittel der Jahre 1961-90. Im Jura und in den Alpen betrug der Wärmeüberschuss 2 bis 4 Grad, im Flachland beidseits der Alpen zwischen 1 und 2 Grad. Die Niederschlagssummen erreichten in der Westschweiz sowie im Mittelland nur 20 bis 50 Prozent der normalen Februarmengen. Entlang des Alpennordhanges kamen zwischen 30 und 50 Prozent, regional auch 50 bis 80 Prozent zusammen. 20 bis 70 Prozent erhielt die Alpensüdseite. Ausgesprochen niederschlagsarm war der Februar im Wallis und in Graubünden mit nur gerade 10 bis 30 Prozent der üblichen Mengen. Eine Ausnahme bildete die Region Arosa mit rund der Hälfte der normalen Februar-Niederschläge. Die Sonnenscheindauer lag vor allem im Flachland der Alpennordseite weit über dem Durchschnitt mit maximalen Werten zwischen 150 und 160 Prozent. Im Alpeninnern sowie auf der Alpensüdseite war sie hingegen verbreitet nur leicht überdurchschnittlich, im Ober-Engadin sogar etwas unterdurchschnittlich.

Quelle MeteoSchweiz 28 februar